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Lokales  07.03.2014 (Archiv)

Endlich: Wir haben eine Fußgängerzone!

Das Ergebnis der Befragung zur Mariahilfer Straße ist da und entgegen der Vorhersagen war es auch noch. Das Volk hat 'gewählt' und ist trotzdem der große Verlierer.

Schön, dass die Mariahilfer Straße zur Fußgängerzone wird. Schön auch, dass die Stadt einmal mehr um die 25 Mio. Euro dort investieren wird. Die Anrainer haben abgestimmt und bekommen, was sie wollen. Glücklich können sie trotzdem nicht sein, denn die Folgen der Abstimmung in einem kleinen Teil Wiens sind gar nicht schön.

Meinung kann man kaufen

Die wohl schädlichste Konsequenz aus der Aktion ist, das Politik sich ein gewünschtes Ergebnis kaufen kann. Noch mehr: Sie kann sich das auch noch aus Steuergeld finanzieren lassen. Für läppische 50.000 Befragte um eine knappe Million Werbedruck zu erzeugen ist schon eine Kunst an sich. Damit auch nur ein knappes Ergebnis zu erzielen, noch viel mehr. Aber immerhin: Es wurde erreicht, dass eine eher aussichtslose Position nach handwerklichen politischen und handfesten planerischen Fehlern gedreht wurde.

Hochgerechnet auf Österreich können sich die Grünen also nun ausrechnen, dass sie etwa 150 Mio. Euro in die Hand nehmen müssen, um eine absolute Mehrheit zu erkaufen. Der Griff in den Steuertopf für dieses Vorhaben wird nur etwas schwerer sein als im 'kommunikationserprobten' Wien.

Meinung kann man erschummeln

Teil der negativen Folgen ist auch, dass wieder einmal deutlich wird, wie leicht man sich durch die Fragebogen alleine ein Ergebnis zurechtzimmern kann. Wenn man etwa die Welt verkehrt und von einem 'die MaHü soll bleiben' spricht, wenn man die Änderung auf die Fußgängerzone meint und den Rückbau erfragt, und damit den eigentlichen Zustand meint - im Wissen, dass Menschen eher den Verbleib als eine Änderung votieren. Oder auch, dass man die Subfragen nur dann beantworten kann, wenn die eigentliche Fragestellung nach Wunsch beantwortet wird. Wer wenigstens Querungen haben will oder Radfahrer abwehren will, musste der Fußgängerzone erstmal zustimmen, die er vielleicht gar nicht will...

Ergebnis der Befragung zur Mariahilfer Straße

  • Pro Fußgängerzone: 53,2%
  • davon für Radfahrer: 52,9%
  • davon für Querungen: 55,9%


Die Beteiligung bei der Befragung war mit 68,1% hoch. Das Ergebnis dagegen relativ knapp und bis zum Schluß für alle Beteiligten spannend. Meinungsumfragen davor haben noch gegen den Umbau votiert, die Befragung der Wirtschaft war eindeutig gegen die Fußgängerzone.



Dass die Fußgängerzone kommt, mag schlecht für die nicht befragte ansässige Wirtschaft sein, aber von der Wohnbevölkerung erwünscht sein. Das ist schön und gut so. Schlecht für alle ist aber, unter welchen Bedingungen die Rathauskoalition diese erkauft hat. Schlecht auch deshalb, weil das Beispiel Schule machen könnte: Statt Politik zu machen, wird die Entscheidung auf das Volk abgewälzt. Und um dann doch das Ergebnis zu bekommen, das man haben will, wird nicht nur Steuergeld verschwendet, sondern dazu auch noch unfair gespielt. Dass Politiker einen so schlechten Ruf haben, haftet nun auch einer Partei an, die hier eigentlich bisher anders wahrgenommen wurde. Die Grünen geben in Wien ein Bild ab, das sie ins Zentrum der Realpolitik der Stadt bringt, das sie früher kritisiert hatten.

Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie hier!

#Fußgängerzone #Mariahilf #Wien #Befragung #Umfrage #Ergebnis



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david osborne* 20.3.2014 10:43
Genau SO ...
. . . argumentieren wirklich SCHLECHTE Verlierer; ganz im Sinne von "Es KANN nicht sein, was nicht sein DARF" Es ist wirklich zum fremd-schämen mit den gelernten (und ewig jammernden) Österreichern, wi . . . [mehr!]
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